Technische Revolution im Bundestag?
April 10, 2008
Ja, es ist passiert! Das Web 2.0 feiert seinen Einzug in den Bundestag! Bald werden Gesetzesvorlagen per Wiki diskutiert, Abgeordnete bloggen während der Fraktionssitzung und Angela Merkel verrät per Twitter bei welchem wichtigen Staatsmann sie mal wieder auf Besuch ist. Wie, doch nicht?
Zu früh gefreut. Da dachte ich ja fast schon die technische Revolution hätte mal an den Türen des Bundestages angekloptf, aber nein.
“Bundestagsabgeordnete werden erstmals chatten” heißt die Überschrift eines Artikels in der Netzzeitung.
Zum Thema “Ausbildungsplatzabgabe” sollen zwischen 16 und 17 Uhr zwei Bundestagsabgeordnete mit den Menschen chatten. Wow! Chatten ist wirklich mal voll modern. Markus Beckedahl beschreibt es so:
Dann dauert es nur noch schätzungswise sieben Jahre, bis man mal ein Weblog oder andere neue Medien einsetzt. Chat kann man ja schon zu den “alten Medien” zählen, vor allem Politiker-Chats, die in der Regel sowas von langweilig und unnötig sind: Eine Frage, ein Satz Antwort und zur nächsten Frage. Manchmal gibts auch zwei Sätze Antwort. Das ist dann schon fast eine Argumentation.
Kein Wunder, dass Chatten für den Bundestag eine technische Innovation darstellt, wenn die Abgeordneten im Interview mit den Kinderreportern so intelligente Antworten geben:
Wie war das Frau Zypries? Browser, was sind nocheinmal Browser? Und sie sind für die Vorratsdatenspeicherung verantwortlich? Das erklärt einiges..
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