Habe grade eben eine Kurzstudie über das Auftreten von Politikern im Web 2.0 gefunden. Die Studie wurde von Markus Beckedahl und Falk Lücke für newthinking communications erarbeitet.
Zu der Studie soll es bis zum Bundestagswahlkampf 2009 verschiedene Follow Up Studien geben, um die Nutzung des Internets seitens der Parteien genau zu analysieren.

Wesentliche Erkenntnisse der Studie sind:

* Alle Parteien sind wenig experiementierfreudig im Umgang mit dem Internet. Viele Tools werden kaum genutzt, das Potential von Social Communities wurde noch nicht erkannt.

* Gerade neuere Tools wie Twitter scheinen bei den Parteien unbekannt zu sein. Ausschließlich twitter wird von Bündnis 90/Die Grünen genutzt.

* Wenn Web 2.0 Tools, wie Podcasts, genutzt werden (z.B. hat Angela Merkel einen Podcast) dann sind diese jedoch sehr benutzerunfreundlich gestaltet. Viele der Tools haben keine Interaktionsmöglichkeiten, wie Kommentarfunktionen.

* In den Jugendorganisationen werden solche Tools viel mehr genutzt, aber immer noch sehr ungenügend. Vor allem die Grüne Jugend und die Jusos sind hier sehr aktiv, wohingegen GJ und Junge Liberale Plattformen wie StudiVz eher meiden.

Die ganze Studie ist hier nachzulesen:
http://netzpolitik.org/wp-upload/kurzstudie-politik-im-web-20.pdf

UPDATE:
Mittlerweile gibt es auch ein Interview mit Markus Beckedahl auf jetzt.de. Hier nachlesen.