JUler hält italienischen Flug auf
Juni 16, 2008
Ein Funktionär der Jungen Union legte mit einer fingierten Bombendrohung den Flughafen Verona lahm, weil er unbedingt seinen Flieger noch erreichen wollte.
Nein, das ist keine Meldung aus der Titanic oder der Satire Rubrik der Taz. Dieser Satz wurde aus einer offiziellen dpa Meldung entnommen.
Die Veroneser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Auslösen falschen Alarms und Unterbrechung öffentlichen Verkehrs gegen den 27-jährigen Tobias W., Kreisverbandschef der Jungen Union (JU) und stellvertretender Kreisvorsitzender der CSU im Münchner Nordwesten sowie Mitglied des Bezirksausschusses Feldmoching-Hasenbergl.
Bei dieser seltsamen Aktion hat sich der JU Funktionär auch noch selten dämlich angestellt:
Nur wenige Minuten nach Eingang des Drohanrufs kehrte der Münchner laut einem von einem Polizeisprecher bestätigten Bericht der örtlichen Tageszeitung L’Arena an den Schalter zurück und verlangte erneut, an Bord gelassen zu werden. Der Flieger sei ja noch nicht gestartet. Doch das hätte der Mann gar nicht wissen können - die Monitore hatten die Verspätung noch nicht angezeigt. Polizisten nahmen W. vorübergehend fest.
Tja, und ich dachte die CSU achtet immer auf die “deutsche Pünktlichkeit”
Sachen gibts, die gibts halt wirklich gar nicht.
Stoiber erklärt: Der Gesundheitsfonds
April 25, 2008
Vielleicht fragen sie ja manche warum sich die Große Koalition derzeit so energisch um die 100 Millionen Euro Grenze beim Gesundheitsfonds streitet. Kein Problem. Edmund Stoiber hat hierzu am 05. Oktober 2006 folgendes erklärt:
“Wir haben uns auch vereinbart, dass letzten Endes es eine Konvergenzphase
gibt, das heißt, das Land, das den höchsten Betrag hat, den es nicht mehr
zur Verfügung hat, das heißt, das - gemessen an der heutigen Situation - am
wenigsten aus dem Fonds zurückbekommt und damit den größten Ausfall hat,
das ist sozusagen unser Maßstab.
Und das geht nicht von heute auf morgen, dass die also jetzt letzten Endes
auf denselben Standard wie alle kommen müssen, sondern das geht in
Jahresschritten. 100 Millionen müssen sie pro Jahr letzten Endes schultern,
müssen sie reduzieren. Das heißt, wenn sie also, nehmen wir mal, eine
Milliarde Euro letztendlich weniger haben, als sie heute haben, dann geht
das nicht auf einen Schritt, sondern geht das praktisch in zehn Jahren.
Und das ist natürlich eine Lösung, der ich nur gerne zugestimmt habe. Und
ich glaube, dass das insgesamt natürlich auch eine ganz große Befriedung
bedeuten wird, weil wir damit letzten Endes das ärztliche Niveau in den
jeweiligen Ländern, also auch dort, wo es vielleicht ein höheres Niveau
gibt, können wir natürlich halten. ”