Tear it down!

Juni 24, 2008

Amnesty Internationl ist dabei eine halbe Million Unterschriften zu sammeln, um Guantanamo zu schließen. Hierzu gibt es eine kreative Kampagnenseite. Hier.

via Frau Lehmann

Bar der freien Musik

Juni 24, 2008

Milchreis und Sound in einer GEMA freien Zone mit Musik zum Mitnehmen? Hört sich doch eigentlich recht lustig an. Ist es auch. Und originell. In Berlin hat die erste Netaudio Bar aufgemacht: BreiPott (befindet sich in der Skalitzer Straße 81).

Die Philosophie der Betreiber wird auf der Homepage dargestellt:

Zwei Ideen, ein Gedanke: CC – Creative Commons und Creative Cooking vereint in einer Sache: dem breiPott in Berlin!

Auch 3sat ist auf den Geschmack gekommen und hat einen Bericht über die neue Bar verfasst:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/neues/sendungen/magazin/123214/index.html

Freu mich dann schon auf das Creative Cooking und dem darauffolgenden Musiktausch.


via

Seit ich 15 Jahre alt bin engagiere ich mich politisch. Zuerst in der SchülerInnenvertretung, später bei politischen Jugendverbänden. Eigentlich bin ich eher so nebenbei in die Politik reingerutscht. Ich wurde mit 14 Jahren jüngstes Mitglied unserer Theater Gruppe an der Schule und fand mich auf einmal in einer Clique von lauter linksalternativen Oberstufenschülern wider. Ich fing an die Musik zu hören, die sie hörten und ging mit ihnen auf meine erste Demo. Dort lernte ich eben auch eine Freundin kennen, die bei der LandesschülerInnenvertretung aktiv war und die mich zu sämtlichen Sitzungen mitnahm, bis ich mich dann irgendwann für den Vorstand zur Wahl aufstellen ließ.

Irgendwie beschäftigt mich schon seit längerem die Frage warum Jugendliche politisch werden und ob wir als politisch aktive Jugendliche nicht eine gewisse Elite darstellen. Letztens habe ich von Julia Friedrich “Gestatten Elite” gelesen.

Die junge Autorin Julia Friedrichs ist in die Welt des Führungskräftenachwuchses eingetaucht und beschreibt sehr anschaulich und lebhaft ihre Eindrücke von dieser heranwachsenden zukünftigen Wirtschaftselite. Sie fragt sich dabei, wer bzw. was Elite ist. Statt einen wissenschaftlichen Ansatz in Form eine Studie oder einer Literaturrecherche zu wählen, entscheidet sie sich für die reine Beobachtung. Sie begibt sich unter die jungen Menschen, die sich selbst als (zukünftige) Elite bezeichnen, und man begleitet Friedrichs auf ihrer Reise durch deren Welt, mit Stationen wie beispielsweise die EBS in Oestrich-Winkel, die Bayerische Elite-Akademie in München oder das Internat Schloss Salem. Mit viel Witz und Leichtigkeit beschreibt sie dabei ihre Erfahrungen und das Erlebte.

So steht es in einer Rezension über das Buch. Friedrich studiert die gesellschaftliche Zusammensetzung der Wirtschaftselite von morgen. Wie wäre es mal mit einer Analyse über die politische Elite von morgen? Wie wäre es, wenn jemand mal in die Welt der deutschen Jugendbeteiligung eintauchen und nachforschen würde, wie die jetzigen politischen Netzwerke aufgebaut sind?

Ich finde es manchmal nämlich schon erstaunlich, wie verfestigt diese politischen Netzwerke bereits heute sind. Bei einigen Menschen in meinem unmittelbaren Umfeld bin ich mir 100% sicher, dass ich sie in den nächsten 10 Jahren im Deutschen Bundestag sehen kann oder dass sie als Redakteur für eine der großen Zeitungen in Deutschland schreiben. Auch unsere politische Netzwerke sind elitär. Sie sind nach außen hin sehr abgeschottet, nur wenige schaffen es wirklich zu einem Teil dieser Netzwerke zu werden. Man muss schon die richtigen Leute kennen, um “etwas zu werden”, so ist zumindestens mein Gefühl. Die politische Elite von morgen kennt sich bereits heute. Sind wir also nicht alle ein bisschen Elite, die politisch aktiv sind? Dem Gedanken werde ich mal nachhängen…

Rassismus a la Stern

Juni 23, 2008

via Flickr

Heute ist die neue Studie der Friedrich Ebert Stiftung erschienen. Die Studie baut auf der 2006er Studie “Vom Rand zur Mitte” auf und versucht die damals erworbenen Erkenntnisse noch stärker zu untersuchen.

Die Studie konstatiert:

Wir fanden rechtsextreme Einstellungen in allen gesellschaftlichen
Gruppen und in allen Bundesländern vertreten. Zwar zeigten sich durch11
aus verschiedene Ausprägungen bezogen auf die sechs Dimensionen
rechtsextremen Denkens, aber es fand sich keine Bevölkerungsgruppe
oder Region, in der nicht Bestandteile rechtsextremen Denkens geäußert
wurden. Deshalb haben wir konstatiert, dass der Begriff „Rechtsextremismus“
irreführend ist, weil er das Problem als ein Randphänomen
beschreibt. Vielmehr handelt es sich bei Rechtsextremismus um ein politisches
Problem in der Mitte der Gesellschaft.

Die Studie kann komplett auf der Seite der Friedrich Ebert Stiftung heruntergeladen werden:
Download

Hier findet sich ein Artikel von Spiegel Online zu der Studie:
Artikel ansehen

Der Rechtsextremismus ist in der Mitte der Gesellschaft fest verankert. Warum wollen also SPD und CDu krampfhaft die Partei der Mitte sein???

Ein Funktionär der Jungen Union legte mit einer fingierten Bombendrohung den Flughafen Verona lahm, weil er unbedingt seinen Flieger noch erreichen wollte.

Nein, das ist keine Meldung aus der Titanic oder der Satire Rubrik der Taz. Dieser Satz wurde aus einer offiziellen dpa Meldung entnommen.

Die Veroneser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Auslösen falschen Alarms und Unterbrechung öffentlichen Verkehrs gegen den 27-jährigen Tobias W., Kreisverbandschef der Jungen Union (JU) und stellvertretender Kreisvorsitzender der CSU im Münchner Nordwesten sowie Mitglied des Bezirksausschusses Feldmoching-Hasenbergl.

Bei dieser seltsamen Aktion hat sich der JU Funktionär auch noch selten dämlich angestellt:

Nur wenige Minuten nach Eingang des Drohanrufs kehrte der Münchner laut einem von einem Polizeisprecher bestätigten Bericht der örtlichen Tageszeitung L’Arena an den Schalter zurück und verlangte erneut, an Bord gelassen zu werden. Der Flieger sei ja noch nicht gestartet. Doch das hätte der Mann gar nicht wissen können - die Monitore hatten die Verspätung noch nicht angezeigt. Polizisten nahmen W. vorübergehend fest.

Tja, und ich dachte die CSU achtet immer auf die “deutsche Pünktlichkeit” :) Sachen gibts, die gibts halt wirklich gar nicht.

Vorrundenaustria

Juni 16, 2008

Heute abend spielt Deutschland gegen Österreich um den Einzug in das Viertelfinale der Europameisterschaft. Nachdem BILD das miserable Spiel gegen Kroatien eine „Kroatastrophe“ und Lizas Welt für heute abend die tolle Wortneuschöpfung “Vorrundenaustria” kreiert hat, regt sich Frederic Valin auf spreeblick über das schwarz-rot-goldene Fahnenmeer und den damit einhergehenden “unverkrampften Patriotismus” auf.

Es geht doch bloß um Fußball“, jaja, ich weiß. Trotzdem beharre ich auf meinem Recht zur Fahnenflucht. Schon aus ästhetischen Gesichtspunkten: Die Kombination aus Tiefschwarz, Verkehrsrot und Rapsgelb ist derart abstoßend, dass sie sich außerhalb Deutschlands in dieser Verteilung nur noch Belgien, Saugeais und Besançon hat durchsetzen können. Hässlicher als die deutsche Flagge ist vielleicht noch Franjo Pooth, aber auch das ist nicht sicher. Nun ist Deutschland schon länger kein Land der Schöngeister, außer, sie waren früher mal in der SS gewesen. Drum müssen Fragen des Geschmacks unbeantwortet bleiben.

Er regt sich wenigstens kreativ auf. Genaus wie dieser Mann hier, der aber auch musikalisch zu überzeugen weiß :)



via Katharina Spiel

Also, eigentlich mag ich Fußball ja, aber ich drücke dann doch lieber der schwedischen Elf gegen Russland die Daumen und krame eine alte Postkarte aus dem Schrank, die solid vor ein paar Jahren produzierte:

Electro-Alice

Juni 15, 2008

Was man nicht für tolle Lieder auf youtube findet…

Seit der EM wehen sie wieder überall: schwarz-rot-goldene Flaggen. Der unverkrampfte Patriotismus reloaded oder Nationalstolz 2.0 könnte man meinen. Gerade in einer Zeit, wo die NPD in Sachsen in alle Kommunalparlamente eingezogen ist, ist der Nationalstolz wieder Kult.

“Deutscht mich nicht voll”, haben sich StudentInnen aus Thüringen gedacht und sogleich ein tolles Projekt gegen Nationalstolz gegründet, welches es jetzt sogar zu Polylux geschafft hat:

polylog FC Nationalstolz @ www.polylog.tv/fightclub

Einige kreative Bilder der Gruppe finden sich auf Flickr.

Weitere Blogs die über die Gruppe schreiben:
* Zeitrafferin
* Sebi Brux
* Torsun

Außerdem hier ein Bericht von Indymedia.

Poetry Slam in Mainz

Juni 11, 2008